Neue Gewohnheiten haben es schwer …

Neue Gewohnheiten – z.B. achtsamer zu essen – haben es oft schwer an den Feiertagen. Sie sind wie zarte Pflänzchen, die man gut pflegen muss, damit sie nicht vom Unkraut der alten jahrelang praktizierten Denk- und Verhaltensweisen überwuchert werden.

Im Trubel der Feiertage scheint der Vorteil der neuen Gewohnheiten – wie den Fokus darauf zu legen, dass man sich auch nach dem Essen wirklich wohl fühlt, nur das und nur soviel davon zu essen, dass man es wirklich geniessen kann – das alles scheint plötzlich wie ausgelöscht und nur noch die alten wenig hilfreichen Gedanken sind da: „es ist nur einmal Ostern im Jahr“, „wenigstens an den Feiertagen gönne ich mir etwas“, …

Feiertage, Reisen, … machen uns anfälliger für Einflüsse von aussen

Besondere Umstände wie Reisen, Ferien, Feiertage, Festessen machen es für uns schwerer zentriert zu bleiben und sich zu spüren. Sei es der zusätzliche Stress durch die Reise oder die fremde Umgebung oder das Zurückfallen in alte Rollen – ganz besonders im Elternhaus, – das alles trägt dazu bei, dass wir weniger gut bei uns sind, als würden wir uns ein bisschen verlieren. Das macht uns anfälliger für Einflüsse von aussen: „Ach nimm doch noch ein bisschen,…“ oder für unsere alten Gewohnheiten.

 

Deswegen habe ich hier eine überraschend einfache Übung, die die dir hilft achtsam und bei dir zu sein, und die du absolut überall und mit wenig Aufwand anwenden kannst – draussen, am Fenster, auf dem Rastplatz, …

 

Achtsam werden und bei dir bleiben

Achtsamkeits-Übung:

  1. Halte inne und komme in den gegenwärtigen Moment.
  2. Sei einfach da. Nimm wahr, was ist. Lass es sein, wie es ist. Beobachte nur.
  3. Geniesse die Ruhe, die sich in dir ausbreitet. Geniesse wie deine Gedanken zur Ruhe kommen und sich Stille in dir ausbreitet.
  4. Bleib in dieser Ruhe für 1-3 min.
Mach diese Übung so oft du kannst z.B. immer zur vollen Stunde oder immer wenn du ins Bad gehst, vor dem Essen, …

 

Sie holt dich aus dieser „Ist doch egal, es ist Ostern/Ferien/Feiertag, …“-Haltung, wo du deine Ziele aus den Augen verlierst – für ein kurzfristiges Vergnügen, das dir später leid tun wird.

 

Gleichzeitig hilft dir die Übung dich immer besser zu zentrieren und den Kontakt zu dir immer wieder zu stabilisieren. Sie hilft dir innerlich zur Ruhe zu kommen und, wenn du innerlich ruhig bist, kannst du viel besser geniessen: den Tag, den Frühling, Ostern, deine Ferien, das Essen, …