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Ego

Mein Ego heisst Charly – und deins?

In diesem Artikel geht es um Charly, mein Ego:

  • warum Charly versucht hat zu verhindern, dass ich meine Website auf Du umstelle,
  • wie ich es trotzdem gemacht habe,
  • wie du erkennen kannst, wie dein Ego dich in deinem Leben bremst
  • und wie du das lösen kannst.

Ich nenne mein Ego Charly (weiblich).

Charly, mein Ego, ist der Teil in mir, der gerne kontrollieren möchte, wie ich in der Welt auftrete. Sie hat hart an meiner „Identität“ gearbeitet: an dem Bild, das ich und die anderen von mir haben, und möchte das auf keinen Fall aufs Spiel setzen. Charly mochte schon die äusseren Veränderungen in meinem Leben nicht: Umzug, neuer Job, …  Wenn ich auch noch darüber schreibe, wie ich mich innerlich verändert habe, – das ist zuviel für Charly! Sie versucht mich mit allen Mitteln zu stoppen.

 

Als ich mir überlegte, auf meiner Website auf das Du zu wechseln, hatte Charly grösste Bedenken: „Du wirst deine Leser vertreiben” – “man wird dich nicht mehr ernst nehmen” – “du wirst nicht mehr als seriös gelten“, …

Charly ist Pessimistin – sie geht immer vom Schlimmsten aus.

Doch damit nicht genug. Als Charly merkte, dass ich fest entschlossen war, zum Du zu wechseln, wurde sie subtiler: „Mach das doch, wenn du wieder eine neue Website bekommst“ – Verzögerungstaktik: aufschieben. Vielleicht ist es damit ja auch aufgehoben!

Nein, ich tue es – heute und in diesem Artikel zum ersten Mal!

Meine beiden Video-Kurse und mein E-Book zu „Schlank ohne Diät“ sind bereits in der Du-Form, – doch in einem Blog-Artikel ist es heute das erste Mal:

Ab jetzt sage ich DU!

Wieso habe ich mich zum Du entschlossen? Nun, ich wechsle persönlich sehr schnell zum Du, wenn ich neue Menschen kennenlerne, die mir sympathisch sind. In meinen Kursen und Workshops sind wir immer per Du und mit meinen Klientinnen bin ich das auch. Ich fühle mich viel wohler damit als mit dem Sie. Beim Schreiben des „Schlank ohne Diät“-E-Books habe ich ausserdem festgestellt, dass das Schreiben in der Du-Form mir viel leichter von der Hand geht. Ich fühle mich dir und euch damit näher als mit dem Sie. So ist es eine logische Konsequenz, auf das Du umzustellen.

Meine Klarheit bringt Charly zum Schweigen

Was habe ich mit Charly gemacht, damit sie mich in Ruhe lässt?

Ich habe ihr gesagt: „Schhhhhh, Charly, lass mich nachdenken! Wir können später reden.“ – so hatte ich Zeit, mir über alles klar zu werden.

Meine Klarheit bringt Charly zur Ruhe.

Wovon hält dein Ego dich ab?

Spürst du mitunter diese Unruhe in dir? Dieses innerliche Kribbeln, das dich davon abhält zur Ruhe zu kommen und über deine Wünsche und Sehnsüchte nachzudenken?

Viele Grüsse von Charly 🙂

Charlies sind erfinderisch. Sie können dich entweder ständig beschäftigen, so dass du nicht zum Nachdenken kommst, oder dich dazu verführen zuviel zu essen, so dass du träge und lustlos wirst und lieber auf dem Sofa sitzen bleibst als aktiv zu werden. Wenn dir doch mal ein vager Gedanke an Veränderung kommt, hat Charly blitzschnell einen Grund parat, warum das jetzt nicht geht. Sie  kennt deine persönlichen Ängste und argumentiert gezielt damit, dir am Unangenehmsten oder Peinlichsten wäre.

Charly ist Spezialistin darin, dich abzuhalten, zu bremsen, dich passiv und lustlos zu machen – oder dich so zu beschäftigen, dass du keine Zeit für das hast, was für dich am wichtigsten wäre.

Woran erkennst du dein Ego Charly?

  1. Aufschiebertis: Du willst etwas Neues, etwas Anderes machen, aber irgendwie findest du den Dreh nicht anzufangen und schiebst es immer weiter auf.
  2. Selbstzweifel: Du hast dir etwas vorgenommen, aber dir fehlt der Mut es in die Tat umzusetzen oder du glaubst nicht an deinen Erfolg.
  3. Anderen erlauben dich schlecht zu behandeln: Jemand respektiert dich oder deine Grenzen nicht. Du bist verletzt oder verärgert, aber du lächelst nur und schweigst.
  4. Deine Stärke verleugnen: Jemand hat einen Fehler gemacht und du könntest ihn korrigieren, aber du sagst nichts.
  5. Dich ablenken lassen: Du hast tatsächlich etwas Neues begonnen, aber plötzlich sind so viele andere Dinge im Vordergrund, dass du dich nicht voll dafür einsetzt.
  6. Dich antreiben und kritisieren: du hast das Neue angefangen, die Anfänge erfolgreich umgesetzt, aber Charly hält dir nur vor, was du noch NICHT kannst und dass du nicht schnell genug Erfolg hast. Damit untergräbt sie, wenn du nicht aufpasst, deine gesamte Motivation.
  7. Dich hindern dir die Hilfe zu holen, die du brauchst: bevor du um Hilfe bittest, mühst du dich lieber selbst ab.
  8. Du hast immer zu viel tun und kommst nie zur Ruhe: Hält Charly dich vielleicht davon ab, über deine Wünsche und Sehnsüchte nachzudenken? Dir Zeit für dich selbst zu nehmen?

Kommt dir das bekannt vor?

Wie schon erwähnt: Charly sieht dich lieber Schokolade essend vor dem TV auf dem Sofa, selbst wenn du dabei immer dicker wirst und dich nicht mehr wohl fühlst, als dich der Gefahr auszusetzen, die Abendroutine zu durchbrechen. Das würde nämlich bedeuten, dass du dich deinem Partner gegenüber outen und dein Bedürfnis äussern müsstest. Das ist für Charly viel zu bedrohlich. – Dann doch lieber noch eine Tafel Schokolade!

In dem Augenblick jedoch, wo du dir sicher bist, kannst du ganz einfach verkünden: „Ich habe heute Abend etwas anderes vor als TV. Ich mache/gehe …”

Deine Sicherheit bringt Charlie zur Ruhe – und auch die Charlies deiner Mitmenschen.

Und wenn du etwas Neues wagst, verändert sich etwas zum Besseren. Selbst wenn dein erster Schritt noch nicht dein Ziel ist, führt dein erster Schritt zum nächsten und weiteren – bis du bei deinem Ziel angekommen bist.

Achtsamkeit hilft dir Charly leichter und schneller zu erkennen.

Lerne mit ihr umzugehen, und du wirst dein Ziel leichter erreichen.